Auf den Spuren einer jüdisch-elsässischen Familiengeschichte - Geschichts-AG reist nach La Chaux-de-Fonds und Neuchâtel

Im Rahmen eines Schulprojektes mit der Geschichts-AG des WEGs führt, Françoise Elkouby gemeinsam mit ihrem Sohn Alexandre und Sandra Butsch (Leitung der AG), eine bewegende Reise nach La Chaux-de-Fonds und Neuchâtel. Ziel war es, den Spuren von Françoises Mutter Yvonne zu folgen. Im letzten Herbst hatten die Schülerinnen und Schüler die Fluchtroute der Familie durch Frankreich nachgereist und dazu gearbeitet.

Für viele jüdische Familien aus dem Elsass bedeutete die Schweiz in den letzten Monaten des Zweiten Weltkriegs die Hoffnung auf Rettung. La Chaux-de-Fonds war für Yvonnes Familie eine der letzten Stationen vor der Befreiung von der nationalsozialistischen Herrschaft.

Die Reise verband persönliche Erinnerungen mit der Geschichte des jüdischen Lebens im Jurabogen. Besonders eindrucksvoll war der Besuch der Synagoge von La Chaux-de-Fonds, einer der größten und architektonisch bedeutendsten Synagogen der Schweiz.

Geschichte und Gegenwart der jüdischen Gemeinde

Wir wurden in der Synagoge herzlich empfangen und erhielten einen lebendigen Einblick in die Geschichte und Gegenwart der jüdischen Gemeinde. Dabei wurde deutlich, wie eng die Schicksale der elsässischen und der schweizerischen Juden miteinander verwoben sind und welche Bedeutung Orte wie La Chaux-de-Fonds als Zuflucht und als Bewahrer eines gemeinsamen kulturellen Erbes besitzen.

Die Reise war weit mehr als eine historische Spurensuche. Sie machte deutlich, wie wichtig es ist, diese Geschichten weiterzugeben und die Erinnerung an Flucht, Überleben und jüdisches Leben im Grenzraum zwischen Elsass und Schweiz lebendig zu halten und auch für Jugendliche aufzuarbeiten.

 

S. Butsch

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