Eine Begegnung, die berührt und nachwirkt: Heute sprach die Holocaust-Überlebende Eva Weyl am Walter-Eucken-Gymnasium und den Kaufmännischen Schulen I vor 130 Schülerinnen und Schülern über ihr Leben während der Zeit des Nationalsozialismus und danach.
Als kleines jüdisches Mädchen erlebte Eva Weyl mit ihrer Familie Verfolgung und das Durchgangslager Westerbork in den Niederlanden. Dass sie überlebte, verdankte sie auch glücklichen Fügungen. Mit Freiburg verbindet sie eine besondere Familiengeschichte: Ihre Mutter und ihre Großeltern stammten aus der Stadt.
Geschichte greifbar machen
In ihren Erzählungen wurden neben Verfolgung und Angst auch die alltäglichen Erlebnisse eines Mädchens und später einer jungen Frau lebendig. Diese persönlichen Einblicke machten Geschichte greifbar und zeigten, dass hinter historischen Ereignissen Menschen mit Hoffnungen, Wünschen und Träumen stehen.
„Hört auf euer Herz“
Eine Botschaft lag Eva Weyl besonders am Herzen: Wir alle sind Menschen, und jeder Mensch hat ein Herz, auf das er hören sollte. Ihre Worte waren eine Einladung, einander offen zu begegnen, Vorurteile zu hinterfragen und Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen.
Die Schülerinnen und Schüler dankten ihr mit großer Aufmerksamkeit. Auch über die Veranstaltung hinaus entstanden wichtige Gespräche – über das Erzählte, über Menschlichkeit und darüber, was diese Geschichte für uns heute bedeutet.
Dank
Unser herzliches Dankeschön gilt Eva Weyl für ihre Offenheit und ihren unermüdlichen Einsatz gegen das Vergessen. Ebenso danken wir der Deutschen Bank sowie ihren anwesenden Vertretern, Herrn Gallas, Global Co-Head of Corporate Social Responsibility und Head of Corporate Social Responsibility Germany, und Frau Simone Christ, Vice President und Corporate Responsibility Manager. Ein herzlicher Dank gilt außerdem dem Verein ZWEITZEUGEN e. V. und der Stadt Freiburg für ihr Engagement, solche Begegnungen zu ermöglichen, zu unterstützen und zu fördern und diese wichtigen Themen in die Schulen zu tragen.
S. Butsch